Lindau
"Gerade wer das Bewahrenswerte bewahren will, muss verändern, was der Erneuerung bedarf"
Willy Brandt

Theater- und Konzertsaison 2011/2012

Darauf waren viele Lindauer gespannt: Wird Kulturamtsleiter Warmbrunn den fulminanten Einstand, der ihm mit der Picasso-Ausstellung im Museum gelang, auch beim Theater- und Konzertprogramm wiederholen?

Würde sich seine Ankündigung, die Vielfalt dieser beiden Genres auszuweiten, sie auch ,mal miteinander zu verbinden, im neuen Programm niederschlagen? Vor allem aber: wird es ihm gelingen, ebenso attraktive wie künstlerisch interessante Angebote ins Stadttheater zu holen, die das junge Publikum „cool” findet – und Leute, die ihren Theaterhunger längst woanders stillen, wieder zurück bringen? Vieles spricht dafür, dass diese Erwartungen erfüllt werden. Das wird gewiss nicht nur die neue Optik bei Plakaten und Prospekten bewirken, die Lindaus Rolle als Kulturstadt, auf die seine Bürger stolz sein dürfen, hervorheben. Es wird auch nicht allein an der Zugkraft von Iris Berben, Uwe Ochsenknecht oder Christoph Prégardien liegen, auch nicht an Stücken wie „Indien” oder „Rain Man”, die Aufmerksamkeit garantieren. Es liegt vor allem an der Zielstrebigkeit, mit der Warmbrunn vorgeht: er macht den Bürgern Lindaus Kultur schmackhaft – und die Nachbarstädte ein wenig nervöser.

Winfried Hamann

Artikel veröffentlicht am: 22. Mai 2012