Lindau
"Gerade wer das Bewahrenswerte bewahren will, muss verändern, was der Erneuerung bedarf"
Willy Brandt

SPD Allgäu- Bodensee nominiert Katharina Schrader für die Bundestagskandidatur

Lindenberg (Allgäu). Katharina Schrader (35) wird die SPD Allgäu- Bodensee in den Bundestagswahlkampf 2017 führen. Nahezu einstimmig wählten die Delegierten der SPD-Kreisverbände Oberallgäu, Kempten und Lindau, zusammen der Unterbezirk Allgäu- Bodensee, am 21. Oktober 2016 in Lindenberg (Allgäu) Schrader als Kandidatin für den Deutschen Bundestag.

Katharina Schrader kündigte einen engagierten Wahlkampf an: „ Ich will, dass wir – als SPD, als Gesellschaft – zuhören, wo es hakt. Wo drückt der Schuh? Dazu möchte zu euch kommen, um mit euch, unseren Mitgliedern und mit den Bürgerinnen und Bürgern bei Veranstaltungen und an der Haustür diskutieren.“ Schrader wohnt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen seit zehn Jahren in Kempten. Sie ist seit 2014 Mitglied des Stadtrates und die Vorsitzende des SPD-Kreisverbands Kempten. Neben der SPD und ihren Arbeitsgemeinschaften engagiert sie sich ehrenamtlich in zahlreichen Vereinen, bei ver.di und im Elternbeirat.

„Wie soll es hier im Allgäu in den nächsten Jahren weitergehen?“

Inhaltlich stellte Schrader die Themen Familie, Bildung und Kinderbetreuung in den Mittelpunkt. „Wir müssen es endlich schaffen, eine durchgehende und kostenfreie Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur vom Kindergarten bis zum Schulabschluss aufzubauen. Und zwar in Bildungseinrichtungen, deren Öffnungszeiten sich nach den Bedürfnissen der Eltern und Kinder richten“, betonte Schrader. Beim Thema Arbeit zeigte sie sich überzeugt, dass der Mindestlohn zwar ein erster, wichtigerSchritt war, hier jedoch noch viel Luft nach oben sein.
Im Allgäu sah Schrader einen deutlichen Ausbaubedarf der digitalen Infrastruktur, um weiterhin zukunftsfähig zu bleiben. Verkehrsinfrastruktur und öffentlicher Personennahverkehr müssten ausgebaut werden. Die boomende Wirtschaftsregion benötige aber auch bezahlbaren Wohnraum und ein lebenswertes Umfeld. „Nur neue Wohngebiete ausweisen reicht nicht! Und damit meine ich nicht nur eine Einkaufsmöglichkeit, sondern auch ein ansprechendes Angebot sowohl für Familien als auch Alleinstehende, egal welchen Alters“, forderte Schrader.
Weiterhin stellte sich Katharina Schrader hinter das Konzept der Bürgerversicherung und setzte sich für die Willkommenskultur mit die Schaffung von Perspektiven für Menschen ein, die in den letzten Monaten vor Krieg und Elendnach Deutschland und ins Allgäu geflohen sind.

„Lasst uns für eine gute, eine solidarische Politik kämpfen“

Siegfried Oberdörfer, Fraktionsvorsitzender der Kemptner SPD-Stadtratsfraktion, zeigte sich überzeugt, in Schrader die richtige Kandidatin für Berlin gefunden zu haben. Auch von den Jusos kam breite Unterstützung: Alexander Stötzner, zugleich Ortsvereinsvorsitzender von Kempten-Mitte West, sicherte Schrader im Wahlkampf beim Werben um Erst- und Zweitstimmen die volle Unterstützung zu.
Im Februar 2017 wird auf Beteiben des Unterbezirksvorsitzenden Markus Kubatschka der Unterbezirk Allgäu- Bodensee seine Forderungen an das SPD-Wahlprogramm auf einem Parteitagzusammenfassen und verabschieden.  Bereits jetzt können alle Mitglieder Ideen, Vorschläge und Anträge vorbereiten und einbringen.

Artikel veröffentlicht am: 5. November 2016