Lindau
"Gerade wer das Bewahrenswerte bewahren will, muss verändern, was der Erneuerung bedarf"
Willy Brandt

Soziale Stadt: „Treffpunkt Zech”

Erste Station des Besuches der SPD-Landtagsmitglieder in der Enquete-Kommission war der „Treffpunkt Zech“. Entstanden aus dem Bundesprogramm „Soziale Stadt“ leistet der Treffpunkt seit vielen Jahren - heute sogar mit integriertem Mehrgenerationenhaus - wertvolle Arbeit. Herzstück des Treffpunkts ist neben der Schülerbetreuung und einem Elterncafé der zweimal wöchentlich angebo-tene „offene Mittagstisch“.

Durch diese und viele andere Angebote ist ein Aktionsraum gewachsen, der den Stadtteil Zech mit vielen Initiativen vor dem Verfall bewahrt hat. Durch das Zusammenspiel von BürgerInnen, örtlichen Vereinen und öffentlichen Einrichtung wie z. B. Schule, Kirchen, Sozialstation oder auch Unternehmen ist es beispielhaft gelungen, wieder eine attraktive Wohngegend zu entwickeln, die den optimalen Rahmen für erfolgreiche Integration und Inklusion bildet. Es war eine überzeugende Erfolgsbilanz, die Quartiersmanagerin Gabriele Zobel der Enquete-Kommission präsentieren konnte.
Für den Lindauer Oberbürgermeister Dr. Gerhard Ecker ist es mit Blick in die Zukunft nicht nur wichtig, den „Treffpunkt Zech“ zu sichern und weiter zu entwickeln, sondern sogar wünschenswert, mit dem Stadtteil Reutin einen weiteren Bereich in die Förderung zu bringen. Im Ausbau und der Vernet-zung des Quartiersmanagements sieht er einen Erfolgsfaktor zur Verbesserung der Integrations– und Inklusionsmöglichkeiten von Kommunen.

Für Kommissionsmitglied Annette Karl ein nachvollziehbares Anliegen: Genau dafür brauchen unsere Kommunen mehr Mittel zur freien Verfügung. Für mich selbst sind die formulierten Wünsche die Bestätigung, dass meine Forderung nach eine stufenweisen Erhöhung des kommunalen Anteils an den allgemeinen Steuereinnahmen von aktuell 12,75 auf 15 Prozent richtig und wichtig ist!

Artikel veröffentlicht am: 15. Juni 2015