Lindau
"Gerade wer das Bewahrenswerte bewahren will, muss verändern, was der Erneuerung bedarf"
Willy Brandt

Regionalbus Allgäu

In der Allgäuer SPD mehren sich die Stimmen, die auf rasche Fortschritte bei der Verwirklichung des Projekts „Regionalbahn Allgäu“ drängen. Insbesondere dürften die zweifellos vorhandenen Hindernisse, die dem Bau des Streckenabschnitts zwischen Kempten Hauptbahnhof und Stadtzentrum im Wege stehen, nicht zum Vorwand genommen werden, hier zunächst einmal gar nichts zu tun oder gar das ganze Vorhaben als undurchführbar zu verwerfen. Stattdessen solle man stufenweise vorgehen. Als Zwischenlösung für diesen Teilabschnitt kann man sich in der SPD etwa den Einsatz eines „Regionalbusses“ vorstellen, dessen Fahrplan exakt mit den Ankunfts- und Abfahrtszeiten der „Regionalbahn Allgäu“ am Hauptbahnhof abgestimmt sein müsse.

Die Überlegungen gehen aber noch weiter: Um Fahrzeiten zu verringern und den Komfort für die Fahrgäste zu erhöhen, solle geprüft werden, ob durch vergleichsweise kurzfristig zu realisierende bauliche Maßnahmen am Hauptbahnhof das Umsteigen zwischen Bus und Bahn direkt neben dem Bahnsteig von Gleis 1 möglich ist. Selbstverständlich müsse jedes Bahnticket auch im Regionalbus Gültigkeit besitzen. Überdies solle dieser mit Hilfe besonders ausgewiesener Fahrspuren sowie busgesteuerter Ampelschaltungen gegenüber allen anderen Verkehrsmitteln absoluten Vorrang erhalten, was zu weiterer Zeitersparnis auf dem Weg vom und zum Stadtzentrum führen werde. „In der Summe können alle diese Maßnahmen die Attraktivität des Öffentlichen Personennahverkehrs auf der Strecke zwischen Kempten und Oberstdorf bereits kurzfristig deutlich erhöhen,“ erklärte Dr. Jürgen Groß, Vorstandsmitglied der SPD Allgäu- Bodensee. Am Endziel einer Schienenverbindung bis in die Kemptener Innenstadt halte die Partei jedoch nach wie vor fest.

Artikel veröffentlicht am: 24. Februar 2016