Lindau
"Gerade wer das Bewahrenswerte bewahren will, muss verändern, was der Erneuerung bedarf"
Willy Brandt

Kurze Beine, kurze Wege – SPD will Grundschulen vor Ort erhalten

„Kurze Beine, kurze Wege“ - unter diesem Motto will die SPD auch in Zukunft für Grundschüler im ländlichen Raum weite Schulwege vermeiden. Das bekräftigte jetzt der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag Martin Güll auf einer Klausurtagung der SPD Allgäu-Bodensee in Immenstadt. Mit den notwendigen finanziellen Mitteln und einem geeigneten pädagogischen Konzept könnten nicht nur kleinere Schulstandorte, sondern selbst einklassige Dorfschulen wie beispielsweise in Unterjoch erhalten werden.

Die Bayerische Staatsregierung habe bisher immer nur eine Standortgarantie für sogenannte rechtlich selbständige Grundschulen gegeben, kritisierte Güll. Damit stünden auch in der Region etliche Schulen vor dem Aus. Güll forderte stattdessen, den Bildungsetat im Freistaat aufzustocken und mehrere Hundert zusätzliche Planstellen für Lehrer zu schaffen. Genügend ausgebildete  Pädagogen seien vorhanden. „Aber die CSU lässt sie lieber auf der Straße stehen.“
Außerdem wolle die SPD als Ergänzung zu Gymnasium und Realschule zusätzlich  Gemeinschaftsschulen anbieten. Auf diese Weise könnten alle 200 akut gefährdeten Mittelschulstandorte, wie zum Beispiel in Weitnau, erhalten werden.
Ferner bemängelte Güll, dass der Fördersatz für Schulneubauten nur noch 35 Prozent betrage. Dies sei für Kommunen wie etwa Immenstadt ein großes Problem. Die SPD habe deshalb bereits im Landtag den Antrag gestellt, im Doppelhaushalt 2015/16 die staatliche Förderung wieder zu erhöhen.

Artikel veröffentlicht am: 23. März 2015