Lindau
"Gerade wer das Bewahrenswerte bewahren will, muss verändern, was der Erneuerung bedarf"
Willy Brandt

Krampf: Plakatkampf statt Wahlkampf – Da vergeht Katharina Schrader das Lächeln

Das Wort Wahlkampf hat wohl jemand zu wörtlich genommen- im Städtle oder auch außerhalb - und einen Plakatkampf in Immenstadt entfacht. Aber auch in Kempten und Sonthofen hörte man von Beschädigungen an Plakaten und von deren Verschwinden – quer durch den Plakat-Partei-Wald.

Einzig in Immenstadt hat sich die Wut einer Gruppe, Einzelner oder von Einem/Einer auf die SPD-Plakate konzentriert. Angefangen haben die Aktionen gegen unsere Plakate in der Robert-Bosch-Straße, der Zufahrt zum Boschwerk. Hier wurden alle Plakate entfernt, ins Gebüsch geworfen und an der Einmündung in die „Bundesstraße alt“ mitgenommen. Ähnlich verhielt es sich in der Kemptener und Sonthofener Straße.

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Nachdem ein Artikel zur Anzeige gegen Unbekannt wegen Diebstahls und Sachbeschädigung in der Zeitung erschien, bekam der Plakatkampf eine nicht geahnte Dimension. Städtlesweit wurden unsere Plakate heruntergerissen, mitgenommen oder fortgeworfen. Unser Banner an der Fußgängerbrücke über die Stadtspange bei der „Alten AOK“ fiel ebenfalls dem Vandalismus zu Opfer. Eine erneute Anzeige gegen Unbekannt beschäftigt bis jetzt die Kriminalpolizei Kempten, die – wie wir – um Hinweise aus der Bevölkerung bittet.

Auffällig bei diesen Vorgängen war, dass unsere Plakatstandorte – fast zeitgleich mit der Entfernung – von Plakaten einer Partei aus dem rechten Spektrum bestückt wurden.

Fazit: Dieses Vorgehen gegen die Plakatierung einer Partei ist unangemessen und lässt eine demokratische Grundhaltung vermissen. Darüber hinaus handelt es sich um eine Straftat, Diebstahl und Sachbeschädigung. Auch der Ortsvorsitzende der CSU, Christoph Blees, stellt fest, dass Plakate der Partei verschwinden und beschädigt werden – in einem nie gekannten Ausmaß.

Dazu stellt sich die Frage über die Wirksamkeit  von Plakataktionen, die in diesen Zeiten oft übertrieben werden. Verkehrsgefährdungen sind aus mehreren Gründen nicht auszuschließen und die Optik ganzer Straßenzüge leidet. Unsere reizüberflutete Gesellschaft kann man anders besser informieren. Der SPD-Ortsverein Immenstadt wird aus diesen Vorfällen Konsequenzen ziehen und über Alternativen zur Plakatierungsflut nachdenken. Bereits im kommenden Kommunalwahlkampf wird die SPD Immenstadt neue Wege beschreiten.

Ob zu diesem Zeitpunkt bereits die neue Werbe- und Außenbereichs-Verordnung der Stadt in Kraft sein wird, hängt vom Stadtrat ab. Die Verwaltung erarbeitet die neuen Vorschriften derzeit.

Text: Udo Himml , Stadt-/Kreisrat

Artikel veröffentlicht am: 13. September 2013