Lindau
"Gerade wer das Bewahrenswerte bewahren will, muss verändern, was der Erneuerung bedarf"
Willy Brandt

Kitastreiks und Elternstress – die SPD im Allgäu- Bodensee fordert der Freistaat soll Kommunen finanziell entlasten

Die SPD Allgäu-Bodensee hält die aktuellen Forderungen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nach einer besseren Entlohnung der Erzieherinnen in Kitas für berechtigt. Sie fordert daher vom Freistaat Bayern finanzielle Unterstützung, damit die zuständigen Kommunen die erforderlichen Mittel aufbringen können. Im Interesse der betroffenen Eltern müsse der Arbeitskampf rasch beigelegt werden.

„Erzieherinnen sind ausgebildete Pädagoginnen wie Lehrerinnen auch“, bekräftigt Markus Kubatschka, Vorsitzender der SPD Allgäu-Bodensee, die Forderung der Gewerkschaft. Daher sollten zur Entlastung der Kommunen Erzieherinnen ebenso wie die Lehrer vom Freistaat Bayern bezahlt werden. In den Kindergärten und Krippen werde hervorragende pädagogische Arbeit geleistet, erklärte Kubatschka. Kitas seien mehr als „Verwahranstalten“. Die Arbeit dort lege die Grundlagen für die weitere Entwicklung der Kinder und verdiene deshalb eine bessere Anerkennung – auch finanziell.

Die GEW fordert eine höhere Eingruppierung der Erzieherinnen von der bisher gültigen Entgeltgruppe S 6 auf S 8. Damit würde für die Betroffenen das Bruttomonatsgehalt bei einer Vollzeitstelle von derzeit 2811 Euro um 225 Euro auf 3036 Euro steigen. Somit läge es noch immer unter dem Durchschnittsgehalt aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland. Dieses beläuft sich nach den aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes auf 3449 Euro. Noch deutlich schlechter gestellt sind Kinderpflegerinnen, obwohl sie dieselbe Arbeit machen.

Artikel veröffentlicht am: 6. Juni 2015