Lindau
"Gerade wer das Bewahrenswerte bewahren will, muss verändern, was der Erneuerung bedarf"
Willy Brandt

Katharina Schrader bekommt Listenplatz 30 auf der Bundestagsliste

Die BayernSPD hat ihre Landesliste zur Bundestagswahl schon fertig. Einer der ersten SPD-Landesverbände, die ihre Landesliste zur Bundestagswahl schon verabschiedet haben, ist die BayernSPD. Im niederbayrischen Dingolfing tagte die Landesvertreterversammlung. Es sind 45 Wahlkreiskandidatinnen und -Kandidaten und sechs zusätzliche Linstenkandidaten auf der Liste der BayernSPD vermerkt. An 1. Stelle ist der Landesvorsitzende Florian Pronold. Er sprach von einem spektakulären „Umbruch“, der sich in der bayrischen SPD-Landesgruppe im Bundestag abzeichnet. Nur 9 der 16 jetzigen bayrischen SPD-Abgeordneten im Bundestag treten erneut zur Bundestagswahl an. Die BayernSPD setzt auf frische Kräfte: 13 der 51 KandidatInnen sind unter 40 Jahre alt, der Altersdurchschnitt der Liste liegt bei nur 44 Jahren. Der jüngste Kandidat ist der 19jährige Abuzar Erdogan für den Wahlkreis Rosenheim. In 19 der 45 Wahlkreise in Bayern gehen Frauen für die SPD ins Rennen, eine Quote von 42 Prozent!! Die jetzige Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion besteht schon zur Hälfte aus Frauen. Unsere Kandiadtin Katharina Schrader bekam einen guten 30. Listenplatz.

Immerhin:   Der dienstälteste SPD-Landrat in Bayern, Heinrich Trapp, begrüßte die Delegierten in seinem heimischen Landkreis Dingolfing-Landau und am drittgrößten Standort der Automobil-Produktion von  BMW,wo die 4er,5er und 6er gefertigt werden. Außerdem ist Dingolfing-Landau das größte Gemüseanbaugebiet weltweit. Auch Hans-Jürgen Wischnewski stammt aus dieser niederbayrischen Provinz.  In diesem niederbayrischen Landkreis gibt es in jedem der 15 Kommunen (darunter 2 Städte) einen aktiven SPD-Ortsverein und eine SPD-Gruppe im örtlichen Gemeinderat. Die BayernSPD ist zuversichtlich, einen Tag vor dem Bundesparteitag in Hannover,wo Peer Steinbrück offiziell zum Kanzlerkandidaten der SPD gekürt worden ist, mit einem super Wahlkampf und einem überzeugenden Wahlergebnis zur Übernahme der Regierungsverantwortung in Berlin nach der Bundestagswahl beitragen zu können. Der Vorsitzende der bayrischen SPD-Landesgruppe im Bundestag, Martin Burkert, beschwor als eminent wichtige Zukunftsthemen der Bundespolitik die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns,die Abschaffung prekärer Arbeitsbedingungen und – last not least-  die Pflegereform!!

Florian Pronold, der dem Roten Seehas auch schon mal einen Brief geschrieben hat, sprach in seiner Ansprache von dem  Erlebnis   der ersten Wahrnehmung von Politik in seinen Jugendjahren:1982, als Helmut Schmidt abgewählt wurde im Bundestag und Helmut Kohl neuer Bundeskanzler geworden ist. Pronold attackierte die bayrische CSU als „schäbige Lobby für Hungerlöhne in der Wirtschaft“, die somit abgewählt werden müsse. Er nannte das Betreuungsgeld einen Etikettenschwindel und einen „Treppenwitz der Geschichte“ und wies auf die Spitzenplätze von Kommunen mit SPD-Bürgermeistern in Bayern hin bei der unerlässlichen Bereitstellung von U-3-Plätzen und Kitaplätzen in Bayern.    Pronold reklamierte die Rechte von Mietern bei der energetischen Sanierung von Wohnungen und trat für bezahlbares Wohnen ein: in den Metropolregionen ebenso wie im ländlichen Raum. Soziale Kälte von Schwarz-Gelb in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Rente!! Privatisierungsideologie der FDP! Pronold trat für eine bessere Steuerpolitik und für Steuergerechtigkeit ein.   Letzter Teil seines Auftritts: Die Generalabrechnung mit der Europa-und Griechenlandrettungspolitik von Angela Merkel. Europa ist der Garant für Frieden und  soziale Gerechtigkeit. Der SPD-Landesvorsitzende gab als Zielmarke 24 Sitze von der BayernSPD im neuen Bundestag vor  (jetzt 16 bayrische SPD-Abgeordnete im Deutschen Bundestag). Für seine schwungvolle Rede zollten ihm die BasisvertreterInnen anderthalb Minuten lang lebhaften Beifall. Die Landesjusos kritisierten den Listenaufstellungsprozess allerdings. Juso-Kandidaten unter 30 Jahren sind mit Plätzen jenseits der 30er-Marke abgespeist worden.  Aus Schwaben waren alle 15 Delegierte anwesend. Frauenquote 55,4 Prozent bei der Landesvertreterversammlung in Dingolfing.

Katharina Schrader,Bundestagskandidatin im Wahlkreis Kempten, und der Pressesprecher der BayernSPD, begrüßen den Roten Seehas herzlich am Pressetisch und bitten die Genossenschaft am Bodensee eindringlich  um die Mobilisierung für den Wahlkampfauftakt der BayernSPD am 19.Januar 2013 mit Christian Ude in Sonthofen. Katharina Schrader nimmt den Platz 30 auf der Landesliste der BayernSPD ein.  Vom Bezirk Schwaben der BayernSPD kommen in den Bundestag (auf Grund ihrer Plazierung auf der Landesliste: (wiedefr) Gabi Fograscher(Donau-Ries/Donauwörth), Ulrike Bahr(neu Augsburg-Stadt) und auf Platz 21: Dr.Karl-Heinz Brunner, der frühere Bürgermeister von Illertissen,der im Wahlkreis Neu-Ulm kandidiert und mit Hilde Mattheis MdB Ulm etliche gemeinsame Aktivitäten im Bundestagswahlkampf an der Donau plant.

Der bisherige SPD-Bundestagsabgeordnete aus Bayrisch Schwaben, Heinz Paula, ein Lehrer und großer Tierschutz-Experte in der SPD-Bundestagsfraktion, tritt nicht mehr an für eine weitere Wahlperiode im Bundestag.

Bericht: Willi Bernhard

Artikel veröffentlicht am: 10. Dezember 2012