Lindau
"Gerade wer das Bewahrenswerte bewahren will, muss verändern, was der Erneuerung bedarf"
Willy Brandt

Demonstration gegen die Aufhebung des Alpenplan beim Riedberger Horn

Bei der heutigen Demonstration fanden sich deutlich mehr Gegner der Skischaukel am Riedberger Horn ein, als Balderschwanger und Obermaiselsteiner Wahlberechtigte bei Bürgerentscheid für Ja gestimmt haben. Thomas Kreuzer (CSU- Fraktionsvorsitzender im Bayrischen Landtag) wirkte sichtlich gehetzt und verstört wegen der vielen Demonstranten. Er hatte offensichtlich nicht mit so vielen Allgäuern gerechnet, die gegen das Projekt sind, weil ja laut Aussage des Staatskanzleichefs Marcel Huber, die Menschen in der Region die Skischaukel am Riedberger Horn unbedingt wollen würden. Dies wurde aber eindrucksvoll widerlegt. Auch der Balderschwanger Bürgermeister Konrad Kienle (CSU) fühlte sich offensichtlich nicht wohl in seiner Haut, an einer Menschenmenge vorbeizuschleichen, die "Hände weg vom Alpenplan" lauthals skandierte. Sogar Leute aus dem Festzug nahmen die Luftballone des Freundeskreises Riederber Horn, um für den Erhalt des Riedberger Horns Zeichen zu setzen.

Der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei Marcel Huber macht folgende Aussage: “Wir sahen uns bestätigt, das die Einschaltung der Bevölkerung in solch einer kniffligen Frage durchaus Sinn macht. Denn der Bürgerwille ist doch sensibel genug und aussagekräftig genug zu sagen, das ist wirklich etwas, was die Menschen in der Region unbedingt haben wollen.”
Mit dem heutigen Tag wurde eindrucksvoll bewiesen, dass deutlich mehr Leute gegen das Projekt sind als dafür. Die zweiseitige Anzeige im Kreisboten mit namentlicher Nennung von Gegnern und die Demonstration an Hildegardisplatz waren dieses sichtbare Zeichen. Nur weil Balderschwanger und Obermaiselsteiner mehrheitlich für das Projekt gestimmten haben, sind sie nicht die  Allgäuer Bevölkerung.
Die SPD Allgäu- Bodensee hat schon angekündigt, sich rechtliche Schritte gegen die Pläne vorzubehalten. Aber der gesunde Menschenverstand sollte der bayrischen Staatsregierung schon vorher sagen, das Projekt zu stoppen und den Alpenplan zu erhalten.

Artikel veröffentlicht am: 12. August 2017