Lindau
"Gerade wer das Bewahrenswerte bewahren will, muss verändern, was der Erneuerung bedarf"
Willy Brandt

Antrag zur Aufhebung des kombinierten Fuß- und Radweges entlang der Schachener Straße

Für mehr Sicherheit soll der bisherige kombinierte Fuß-/Radweg entlang der Schachener Straße künftig nur noch von Fußgängern benutzt werden und der Radverkehr stadteinwärts auf der Straße geführt werden.

Die SPD-Fraktion beantragt, den kombinierten Fuß- und Radweg in der Schachener Straße von der Einmündung Oeschländerweg bis zur Einmündung Giebelbach aufzuheben und den Radverkehr künftig stadteinwärts auf der Straße zu führen.

Begründung:

Der Bodenseeradweg wird in den letzten zwei Jahren zunehmend stärker frequentiert. Zählungen, welche im August 2016 durchgeführt wurden, belegen dies (wie auch in der Vorlage zum TOP 14 der Stadtratssitzung vom 28. September beschrieben).  Für diese starke Frequentierung durch Fußgänger und Radfahrer insgesamt, insbesondere aber aufgrund der steigenden Zahl von Pedelecs und E-bikes – die mit wesentlich höheren Geschwindigkeiten unterwegs sind –  ist der kombinierte Fuß-/Radweg entlang der Schachener Straße zwischen der Einmündung Oeschländerweg und Giebelbach mit seiner Breite von ca. 2 m schlichtweg zu schmal. Die Folge: Fußgänger müssen im Gänsemarsch hintereinander laufen, damit Radfahrer passieren können; ein normaler Spaziergang ist kaum mehr möglich. Besonders gefährliche Situationen ergeben sich, wenn man als Fußgänger mit Kindern, Kinderwagen oder Rollstuhl unterwegs ist.

Die bisherige Verkehrsführung ist insofern für beide Seiten -  Fußgänger wie Radfahrer – absolut unbefriedigend und äußerst problematisch.

Im Namen der SPD-Fraktion beantrage ich deshalb, den kombinierten Fuß-/Radweg in der Schachener Straße im o.g. Streckenabschnitt aufzuheben und den Radverkehr stadteinwärts künftig auf der Straße zu führen. Der Weg südlich der Straße soll nur noch als Fußweg ausgewiesen werden und zwar für Fußgänger in beide Richtungen, sowohl stadteinwärts wie auch stadtauswärts.

Der kombinierte Fuß-/Radweg nördlich der Straße stadtauswärts sollte infolge als reiner Radweg ausgewiesen werden.

Da in der Schachener Straße ohnehin eine Geschwindigkeitsbegrenzung von Tempo 30 km/h besteht, sehen wir es als unproblematisch an, den Radverkehr auf der Straße zu führen, wie dies ja auch im westlichen Abschnitt der Schachener Straße bisher schon praktiziert wird. Radverkehr auf der Straße hat nebenbei noch eine entschleunigende Wirkung auf den Pkw-Verkehr, was gerade in diesem Streckenabschnitt sicherlich als positiv eingestuft werden kann.

Wir bitten, diesen Antrag in der nächsten Hauptausschusssitzung zur Abstimmung zu bringen.

Artikel veröffentlicht am: 4. Oktober 2016